Schach macht schlau!

LSSM MV 2020

Grundschule Lichtenhagen ist Landesmeister

Schachschule ist beste Grundschulmannschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Langsam aber konsequent und gleichmäßig hat sich die Grundschule Lichtenhagen bei der nunmehr vierten Teilnahme bei den Landesschulschachmeisterschaften vorgearbeitet und sich in diesem Jahr erstmals den Titel gesichert. In jedem Jahr rutschte man ein bisschen weiter nach vorne, im letzten Jahr zum ersten Mal auf einem Podestplatz mit dem dritten Rang, reichte es diesmal für einen souveränen Sieg. Damit steht nun der letzte noch fehlende Titel im Schulschach in Mecklenburg-Vorpommern in der Vitrine der Deutschen Schachschule und auch die Teilnahme an den Deutschen Schulschachmeisterschaften in Friedrichroda im Mai des Jahres ist wieder gesichert.

Dabei sei aber auch schon dargestellt, dass seit der ersten Teilnahme bei den Landesschulschachmeisterschaften auch immer eine Teilnahme bei den Deutschen Schulschachmeisterschaften erreicht worden ist. Hier allerdings stets über das Team der ersten und zweiten Klassen, was in diesem Jahr aber nicht gelang.

Mit 6 Teams und insgesamt 24 Kindern, stellte die Schachschule aus Lichtenhagen mit Abstand das größte Teilnehmerkontingent unter den 27 Teams. In diesem Jahr wurden erstmals 6 Runden gespielt, was sich durchaus auch positiv auf die Klarheit des Endergebnisses auswirkte.

Mit insgesamt 2,5 Punkten Vorsprung, was recht selten bei den Landesschulschachmeisterschaften passiert, da es immer sehr enge Ergebnisse sind, konnte das erste Team der Grundschule Lichtenhagen ohne Niederlage mit 19 Brettpunkten den Sieg beim bedeutendsten Schulschachturnier in Mecklenburg-Vorpommern erringen.

Dabei brillierte wieder einmal Max Grundmann, der souverän am zweiten Brett alle Spiele gewinnen konnte. Auch Luca König am ersten Brett spielte nach längerer Zeit wieder ein starkes Turnier und musste nur eine Niederlage an dem schwersten Brett hinnehmen. Julian Joachim und Julian Tank hätten an den Brettern 3 und 4 noch etwas stärker spielen können, steuerten aber jeweils vier Punkte zum Sieg zu.

Dabei wurden vor allem die ersten 4 Runden souverän gewonnen und man musste nur einen einzigen Brettpunkt abgeben. Die beiden letzten Spiele gegen die später zweit- und drittplatzierten Teams von der Werner-Lindemann-Schule aus Rostock und aus Schwerin Lankow gingen leider nur Unentschieden aus. Möglicher Grund war ein unberechtigter Protest, als die Kinder des ersten Teams in der vierten Runde die Kinder des 2.Teams mit 4:0 besiegt hatten. Es gab mehrere Aussprachen mit den Kindern, teilweise sogar durch andere Betreuer, ohne dass vorher die Betreuer der Grundschule informiert wurden. Offensichtlich hatte dies doch einen negativen Eindruck bei den Kindern hinterlassen und teilweise waren sie eingeschüchtert.

Hier sollte man durchaus vorsichtig mit Protesten sein und die Kinder nicht verunsichern.

Das zweite Team schlug sich ebenfalls mehr als achtbar und kam leider auf den undankbaren 4.Platz. Ihm hätte ein einziger Punkt gereicht, um auf den zweiten Platz zu kommen und somit einen Doppelsieg zu erreichen. Dabei trafen Sie allerdings nicht direkt auf die Zweit- und Drittplatzierten und hätten hier gegebenenfalls noch im direkten Duell einen Platz gutmachen können. Sie gewannen als einziges Team des ganzen Turniers 5 Runden, nur durch die hohe Niederlage gegen die erste Mannschaft blieb ein Podestplatz verwehrt. Trotzdem können die Kinder ebenfalls mit nach Friedrichroda fahren und gegebenenfalls im Einzelturnier teilnehmen und teilweise im ersten Team mitspielen, da die Viertklässler im gleichen Zeitraum ihre Klassenfahrt absolvieren.

Im zweiten Team beeindruckte vor allem Jette Kuhn am ersten Brett. Auch sie schaffte insgesamt fünf Punkte, was ihre stetig aufsteigende Form in diesem Jahr zeigt. Wir drücken alle die Daumen, dass es möglicherweise bei einer Teilnahme am Schulschach-Cup-Einzel im Mai dann auch mit dem ersten landesweiten Einzeltitel klappt. Finn Palmer am letzten Brett spielte ebenfalls sehr gut und erzielte fünf Punkte. Nur mit der Hälfte der Punkte mussten sich Ruben Reichel und Ben Voß an den Brettern 2 und 3 zufrieden geben, sie blieben beide etwas unter ihren Möglichkeiten, wobei Ruben in den letzten Turnieren sehr gute Ergebnisse erzielte.

Das dritte Team belegte mit dem 14. Platz einen Mittelplatz. Hier ragte Tom Richter heraus, der am dritten Brett nur eine Niederlage hinnehmen musste. Jannis am zweiten Brett hatte es schwer, ihm fehlte sichtlich das regelmäßige Training und Lena konnte nach ihrem Auftaktsieg hieran nicht anknüpfen. Walter spielte am ersten Brett oft einstudierte Züge und erzielte damit immerhin vier Punkte.

Keine große, allerdings zumindest eine kleine Überraschung gab es bei den Erst- und Zweitklässlern. Mit insgesamt drei Teams angetreten, konnte das sechste Team der Grundschule Lichtenhagen durch einen hohen Sieg in der letzten Runde noch auf den Bronzeplatz der Sonderwertung springen. Auch hier fehlte nur ein Punkt um den Titel mit nach Hause zu nehmen. Überraschend war es deshalb, weil dieses Team nicht als stärkstes Team eingeschätzt worden ist, und Karl, Kurt, Claas und Ole erst seit wenigen Monaten das Schachspiel überhaupt kennen. Allerdings konnte vor allem Claas mit vier Punkten und auch Kurt und Ole mit jeweils drei Punkten zu dem guten Ergebnis beitragen. Dabei war es in diesem Jahr eigentlich besonders leicht, sich in dieser Altersklasse zu qualifizieren. Lediglich auf zwölf Punkte kam der Erstplatzierte in der Sonderwertung aus Schwerin-Lankow, diese Punktzahl wurde oftmals auch bei einem Turnier über 5 Runden in den vergangenen Jahren erreicht.

Das 4. Team kam auf Rang 4 in der Sonderwertung. Hier spielte Fynn Specht am ersten Brett sehr stark auf und konnte vier Partien gewinnen. Jakob Kuhn strengte sich sehr an und holte zweieinhalb Punkte, Konstantin und Emma kamen auf jeweils zwei Punkte. Das fünfte Team braucht noch ein wenig Übung, es schaffte allerdings einen Sieg und zwei Remis und kam auf den 6. Platz der Sonderwertung.

Vor allem strahlt natürlich der Sieg des ersten Teams über dem Wettkampf, anzumerken ist aber, dass sich alle Kinder, vor allem aber auch die Anfänger sehr gut angestrengt haben und auch teilweise deutliche Fortschritte zeigten. Blickt man zurück, dass die Kinder gerade im November und Dezember des Vorjahres einen regelrechten kleinen Turniermarathon hinter sich hatten, war es wieder beeindruckend zu sehen, wie konstant gerade die ersten beiden Mannschaften ihre Leistung abspulten. Kompliment an die Kinder und wir hoffen, dass die guten Leistungen sich in diesem Jahr noch etwas weiter fortsetzen. Vielleicht trauen sich auch schon einige Erst- oder Zweitklässler mit nach Friedrichroda zu kommen und im Einzel zu spielen.

Bis dahin bleibt noch ein wenig Zeit um bei Schulschach- und Vereinsschachturnieren weiter fleißig zu üben.